Denken mit der Hand - Zeichnen mit Doris Maninger

Termin:
Fr., 02.07.2027 bis So., 04.07.2027
Dauer:
3 Tage
Zeiten:
10 bis 17 Uhr; inkl. 1,5 Std. Mittagspause
Ort:
Naturpark Pöllauer Tal
Treffpunkt 10:00 Uhr vor dem Tourismusbüro Pöllau
Zielgruppe:
Anfänger*innen; Erwachsene

Workshop-Beschreibung:
"Zeichnen heißt, mit der Hand zu denken. Bevor wir sehen, was wir sehen, tastet die Hand den Weg dorthin ab."
Zeichnen ist mehr als die Fähigkeit, etwas abzubilden. Zeichnen kann eine Form des Denkens sein, eine unmittelbare Verbindung zwischen Sehen, Hand und Vorstellung.
John Berger beschreibt das Zeichnen als einen Prozess des Entdeckens: Wir zeichnen nicht nur, was wir sehen, sondern beginnen durch das Zeichnen anders und genauer zu sehen. Die Hand folgt dem Auge, das Auge folgt der Hand. Denken und Tun fallen zusammen.
In diesem Workshop wollen wir versuchen, diese Trennung zwischen Denken und Tun aufzuheben. Wir lassen zu, dass unsere Hände für uns denken. Die Linie muss nicht wissen, wohin sie führt. Sie darf suchen, wiederholen, zögern, sich verirren, etwas verwerfen und etwas finden.
Dabei geht es durchaus auch darum, zeichnen zu lernen: genauer zu beobachten, Proportionen und Zwischenräume wahrzunehmen, die Möglichkeiten einer Linie zu entdecken und Sicherheit im Umgang mit unterschiedlichen Zeichenmitteln zu gewinnen. Aber wir wollen uns gleichzeitig von der Vorstellung lösen, eine Zeichnung müsse vor allem "richtig" oder "schön" sein.
Vielleicht bedeutet Zeichnen auch, sich von dem Bild zu befreien, das wir nach außen von uns geben, und das Bild freizusetzen, das wir in uns tragen.
Wir arbeiten mit Beobachtung und Erinnerung, mit dem, was vor unseren Augen liegt, und mit dem, was erst beim Zeichnen sichtbar wird. Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Wer bereits lange zeichnet, künstlerisch oder handwerklich arbeitet, ist ebenso willkommen wie jemand, der glaubt, nicht zeichnen zu können.
Drei Tage, um zu schauen, Linien zu ziehen und der eigenen Hand ein wenig mehr zuzutrauen.
Zeichnen als konkretes Denken: nicht zuerst denken und dann zeichnen, sondern zeichnend denken. Denn wer lernt, mit der Hand zu denken, sieht anders – klarer, weiter, bewusster.
Die Teilnehmer*innen nehmen mit:
- praktische Kenntnisse im Umgang mit unterschiedlichen Zeichenmaterialien und Papieren
- mehr Sicherheit und Vertrauen im kreativen Prozess
- ein vertieftes Verständnis von Form, Rhythmus und Material als Grundlage für neue Design- und Kunstideen
- eine erweiterte Wahrnehmung, die Sehen, Fühlen und Handeln verbindet
- konkrete Methoden und Übungen, um die eigene visuelle Sprache weiterzuentwickeln


Bitte mitbringen:
- Cutter und scharfes Messer zum Spitzen der Stifte
- alle Bleistifte und Farbstifte die ihr zu Hause findet
Papier und weiteres Zeichenmaterial wie Tinte und sonstiges Material bringt die Künstlerin mit.


Preis:
€ 390,-

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Die Künstlerin:
Doris Maninger, geb. in Graz, ist eine vielseitige Künstlerin und erfahrene Pädagogin mit umfangreichen Kenntnissen in verschiedenen künstlerischen und kunsthandwerklichen Disziplinen.
Sie ist Absolventin der Akademie für Bildende Kunst Wien und hat sich im Laufe ihrer Karriere auf die Restaurierung, traditionelle Handwerkstechniken sowie die zeitgenössische Goldschmiedekunst spezialisiert.
- Mitbegründerin und Leiterin, Alchimia - Schule fürzeitgenössische Schmuckkunst Florenz, Italien 1998–2018
- Durchführung von Workshops und Kursen in verschiedenen Aspekten der Schmuckherstellung und Design.
- Beraterin und Bildungsdesignerin, DSAF,Designstudio Azza Fahmy Kairo, Ägypten
- Durchführung von Workshops und
- Lehrveranstaltungen in Institutionen und Universitäten in den USA, Japan, Korea, Hongkong, Italien, Dänemark, Holland, Deutschland



























