Sommer 2026 

20 Workshops für Erwachsene, Jugendliche und Kinder. 160 Teilnehmer*nnen und Künstle*innen. Sechs neue Formate, die zum ersten Mal bei uns stattgefunden haben. Die Zahlen sagen wenig darüber, wie dieser Sommer war. Das hier schon eher.

02.08.2026
News & Veranstaltungskategorien

Zum ersten Mal dabei

Illustration mit Michael Roher, Zentangle mit Ina Rager, Färben mit Pflanzen bei Silvia Brandi und FarmLab, so lange, bis die Wolle die Farben wirklich angenommen hat. Papiercollage mit Lym Moreno. Licht- und Schattenobjekte aus Bambus und Papier mit Anna Rubin. Und Balkangesang mit Irina Karamarković, mehrstimmig, mit der stimmlichen und kulturellen Kraft Südosteuropas im Raum.

Und die, die wiederkommen

In den Malworkshops von Eftichia Schlamadinger, Jay Finger und Helga Piffl haben Teilnehmer*innen gemalt, die seit Jahren zu uns kommen, neben solchen, die vielleicht zum ersten Mal eine Leinwand grundiert haben. Bei den Werkschauen am Ende der Woche hingen die Arbeiten nebeneinander an der Wand oder wurden auf Staffeleien gezeigt, bevor die Teilnehmer*innen sie mit nach Hause nahmen. 

Julia Bauernfeind hat Ölmalerei für Erwachsene unterrichtet und den Workshop für junge Talente. Wer vorbeigegangen ist, hat gehört, wie leise es in einem Raum voller Sechs- bis Fünfzehnjähriger werden kann, wenn alle malen.

Bei Semier Insayif´s Schreibwerkstätte wurden sowohl im kleinen Freskensaal, als auch im Schlosspark literarische Texte zu Papier gebracht.

Material

Beim Visible Mending wird das Loch im Ärmel nicht versteckt, sondern mit Garn künstlerisch sichtbar gemacht. Das Kleidungsstück ist danach nicht wie neu. Es hat eine Geschichte mehr.

In Fließende Formen hat Metall eine neue Gestalt bekommen. Beim Modellieren mit Ton war am Ende oft nicht mehr zu sagen, ob eine Schale eine Schale ist oder ein Objekt, das aus den eigenen Händen und Vorstellungen entstanden ist.

Bei Art in the Box haben scheinbar nutzlose Gegenstände in kleinen Schachteln eine neue Bedeutung bekommen. In den Objekten im Kleinformat werden persönliche Geschichten erzählt.

Und die Cyanotypie: ein Farn auf beschichtetem Papier, ein paar Minuten Sonne, danach ist der Farn weiß und alles um ihn herum tiefblau. Eine Technik aus dem 19. Jahrhundert, die bei jedem Blatt aufs Neue überrascht.

 

Das Polsterwerk

Ein paar Wochen lang war die alte Werkhalle des ehemaligen Polsterwerks in Pöllau ein zusätzliches Atelier für Styrian Summe Art. Hohe Decken, Platz genug, um Arbeiten über Nacht stehen zu lassen und am nächsten Morgen weiterzumachen. Und Raum für mehrere Workshops gleichzeitig, was heißt: Man arbeitet an der eigenen Sache und sieht dabei, woran die anderen arbeiten und wer möchte, genießt das künstlerische Treiben. Danke an Herrn Karl Polzhofer, der uns das Polsterwerk zur Verfügung gestellt hat. 

Sommerfrische Kunst

Ein Liederspaziergang ist singend mit Karamarković & Friends  durch die Straßen und Gärten von Pöllau gezogen. Im Schlosshof hat Eftichia Schlamadinger darüber gesprochen, wie sie die Welt in Farben um sie herum wahrnimmt und diese auf die Leinwand bringt.

Zwei Termine hat uns das Wetter gekostet, Malen mit Mahler mit Julia Bauernfeind und die Übertragung der ORF-Klangwolke. Wer den Ort einbezieht, bezieht auch den Regen ein.

Danke 

An die Teilnehmer*innen, die sich Urlaub genommen haben, um zu arbeiten, sich in eine Technik vertieft, mutig Diinge ausprobiert haben, die vorher nicht auf ihrem Plan standen und sich dabei künstlerisch entfaltet haben. 

An die Künstler*innen, die ihre Arbeitsweise weitergegeben und mit ihrer Kunst, Raum und neue Sichtweisen für andere geöffnet haben.

An das Team von Styrian Summer Art und alle Helfer*innen, die Tische geschleppt, Böden abgeklebt und Kaffee gekocht haben.

An unsere Partnerinnen und Partner: Marktgemeinde Pöllau, Gemeinde Pöllauberg, Tourismusverband Oststeiermark, Geschäftsstelle Naturpark Pöllauer Tal, Abteilung 9 des Landes Steiermark.

Im nächsten Sommer wieder.
Styrian Summer Art  2027 von 24.Juni bis 25.Juli 

Fotos: Veronika Tanton, Inge Hauser