*Remember Me - Erinnerungsobjekte aus Glas mit Julia Kastler

Termin:
Mo., 19.07.2027 bis Mi., 21.07.2027
Dauer:
3 Tage
Zeiten:
Mo 10 bis 18 Uhr, Di,Mi 9 bis 16 Uhr; inkl. Mittagspause
Ort:
Naturpark Pöllauer Tal
Treffpunkt 10:00 Uhr vor dem Tourismusbro Pöllau
Zielgruppe:
Anfänger*innen, mäßig Fortgeschrittene

Workshop-Beschreibung:
Was bleibt von einer Erinnerung? Ein Bild, ein Gegenstand, eine Farbe, eine Form – oder ein Gefühl?
In diesem Workshop werden persönliche Erinnerungen zum Ausgangspunkt für die Entwicklung eines individuellen Kunstobjekts. Eine Fotografie, eine getrocknete Blüte, ein Fundstück, eine Scherbe oder ein persönlicher Gegenstand kann dabei als Inspiration dienen. Gemeinsam erforschen wir, wie Erinnerungen durch Farbe, Form, Transparenz und Licht in eine räumliche künstlerische Arbeit übersetzt werden können.
Flachglas steht dabei nicht nur als Material, sondern als eigenständiges künstlerisches Ausdrucksmittel im Mittelpunkt. Seine Farbigkeit, Transparenz, Struktur und besondere Beziehung zum Licht eröffnen vielfältige Möglichkeiten, persönliche Geschichten sichtbar und erfahrbar zu machen.
Ausgehend von Skizzen und kleinen räumlichen Modellen entwickeln die Teilnehmer*innen eine eigene gestalterische Idee. Verschiedene farbige Flachgläser werden ausgewählt, bearbeitet und zu einer individuellen Komposition zusammengefügt. Dabei können auch traditionelle Techniken der Schwarzlotmalerei zum Einsatz kommen. Die so entstandenen Bildfragmente können als besondere Akzente in das Objekt integriert und mit den anderen Glaselementen zu einer eigenen Bild- und Formensprache verwoben werden.
Neben dem Schneiden, Brechen, Gravieren und Bemalen von Glas lernen die Teilnehmer*innen, Glasscheiben mit Kupferfolie zu ummanteln und miteinander zu verlöten. Wir erforschen die Frage, wie Material, Licht und handwerkliche Bearbeitung die eigene Idee unterstützen und weiterentwickeln können.
So entsteht aus einzelnen Fragmenten Schritt für Schritt ein persönliches Erinnerungsobjekt – zwischen Bild und Skulptur, Erinnerung und Gegenwart, Transparenz und Materialität.
Der Workshop versteht sich als künstlerischer Experimentierraum und richtet sich an Anfänger:innen sowie Fortgeschrittene. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Im Mittelpunkt stehen die Freude am Experiment, die Entwicklung einer eigenen Bild- und Formensprache und die Auseinandersetzung mit dem persönlichen Thema.


Bitte mitbringen:
- Bleistift, Kugelschreiber, Lineal, Radiergummi, Spitzer für Entwürfe
- A3-Block mind. 120 g, besser 150 g, dünner Karton
- Cuttermesser, wenn möglich Schneideunterlage/dicker Karton
- FFP2 Maske
- Arbeitshandschuhe
- Arbeitsschürze oder Arbeitsgewand
- Baumwolltuch, Putzschwamm, evtl. alte Zahnbürste
- Persönliche Ausgangsmaterialien:
Fotografien, getrocknete Blumen oder Blüten, Scherben, kleine persönliche Gegenstände oder andere zweidimensionale Materialien, die mit einer bestimmten Erinnerung verbunden sind. - Gerne können auch bereits Skizzen oder Ideen für die Gestaltung von Objekten mitgebracht werden, die als Inspiration dienen.
Materialbeitrag: 50 €
Buntglas sowie Materialien und Werkzeuge zur Glasbearbeitung, Schwarzlotmalerei, Ummantelung mit Kupferfolie und zum Verlöten werden bereitgestellt.
Der Materialbeitrag wird vor Ort mit der Künstlerin abegerechnet.


Preis:
€ 390,- (exkl. Material)


Die Künstlerin:
Julia Kastler (geb. 1984 in Linz) ist Glaskünstlerin. Ausgebildet an der HTL Kramsach und der Universität für Kunst und Design Linz (UFG).
Sie hat sich auf die Arbeit mit mundgeblasenem Glas spezialisiert und verbindet traditionelle Glasmalerei mit zeitgenössischen Formen, Glasguss und Installation. Ihre Arbeiten untersuchen die Beziehung zwischen Menschen und Natur, Transformation und weiblicher Identität. Sie erforscht dabei ebenso die mitteleuropäische Kultur- sowie Mythologie Geschichte mit ihren zyklischen Weltbild und die Bedeutung in der heutigen Zeit. Julia Kastler verwendet mitunter Fragmente und gefundenes Glas, um Themen wie Nachhaltigkeit und Neuinterpretation anzusprechen. Ihre Praxis offenbart den künstlerischen Prozess selbst und hebt Verbindungen zwischen Handwerk und Diskurs, persönlicher Erfahrung und kollektivem Gedächtnis hervor, wobei Glas sowohl als Material als auch als narratives Mittel dient.


















