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Styrian Summer Art 2019 – vom Entdecken des kreativen Potentials

Sich künstlerisch ausdrücken, verborgene Talente entdecken und sich von der Landschaft des Naturparks Pöllauer Tal inspirieren lassen – das ermöglicht Styrian Summer Art.
29 Dozent*innen aus dem In- und Ausland laden Anfänger*innen wie Fortgeschrittene zu Mal-, Druckgrafik-, Schreib- und Bildhauerkursen ein. Workshops im Bereich Fotografie, Theater, Graffiti, Schmiedekunst, Eselwanderungen mit politischem Input und Kulturvernetzungsreisen nach Dänemark und Slowenien erweitern das klassisch bewährte Kursprogramm.

Eröffnet wird der Reigen mit einem Ölmalkurs von Julia Bauernfeind, die zum Experimentieren mit Farbe und Komposition auffordert. Im Kunstatelier der Ölmühle Fandler führt sie im Rahmen eines 4-tägigen Intensivkurses in die realistische Öl- und Landschaftsmalerei ein. Ein Ölbild pro Tag, unter freiem Himmel, ohne sich in Details zu verlieren, verspricht Eduardo Roca seinen Kurs-Teilnehmer*innen. Das Aktzeichnen mit der gebürtigen iranischen Künstlerin Marjan Habibian schärft das Gefühl für Proportionen. Ihr Workshop ist ideal für Anfänger*innen.

Das skulpturale Potential von Ton lotet Marina Stiegler aus. Archaische Figurinen verschiedener Kulturkreise dienen den Teilnehmer*innen als Inspirationsquelle für die eigenen Objekte. Bettina Halder und Sylvia Bausch-Rassi kreieren textile Skulpturen, Manfred und Martin Gollowitsch großformatige Skulpturen aus Talkstein. Letzterer lehrt außerdem das eindrucksvolle Schnitzen mit der Motorsäge im Kurs von der Holzform zur Gesamtskulptur, wo gefühlvolle Kombination der Materialien im Vordergrund steht und die Teilnehmer*innen den Einsatz der Kettensäge erproben.

Zu den fixen Programmpunkten zählt der Workshop des wissenschaftlichen Illustrators Alois Wilfling zur Erlernung der "dry-brush-technique", einer speziellen Form des Aquarells. Dominik Schwarz zeigt erneut Weitblick: 10 verschiedene Holzarten stehen zur Verfügung, um eine optische Brille oder Sonnenbrille nach dem persönlichen Geschmack zu gestalten. Ana Radulovic, Expertin für Portraits, bringt die Gestaltungsmöglichkeiten der digitalen Fotografie näher, den Umgang mit der analogen Spiegelreflexkamera und die Entwicklung des eigenen Bildmaterials, wie es schon die große Fotografin Vivien Maier gemacht hat.

Abseits des bewährten Kursprogrammes vermittelt Gernot Passath Theorie und Praxis von Street-Art & Graffiti. Gerardo Ishihara Valencia gibt seine Leidenschaft für das Silberschmiedehandwerk und die bis in die Antike zurückreichende Sepiaguss-Technik weiter. Schönschreiben auf höchstem Niveau als Verbindung zwischen Schrift(en) und Bild, die Kalligrafie, macht Claudia Dzengel zum Kinderspiel und Helga Chibidziura experimentiert mit Siebdruck-Techniken. Für Schauspielerin Alice Mortsch ist ihr (Impro-)Theaterspiel Quelle für das eigene kreative Potential, die Schlagfertigkeit, Spontaneität und Eloquenz.

Zum ersten Mal erforscht die Medienkünstlerin Simone van Gronestijn mit Kindern spielerisch die Grundlagen des Programmierens, indem sie am PC eigene Spiele gestalten lässt. Für theaterbegeisterte Kinder oder für Kinder, die gerne malen und zeichnen oder mit Keramik arbeiten, gibt es ein eigenes Kinderkunstcamp.

Einen Perspektivenwechsel über die Grenzen des Naturparks Pöllauer Tal hinaus, sogar über jene Österreichs, bietet „Alps Adriatic meets Nordic Streets“, als Verknüpfung drei voneinander unabhängiger Kulturreisen.

Künstler*innen, Kulturinitiativen und Kulturinteressierte besuchen gemeinsam das größte skandinavische Straßentheaterfestival in Helsingör in Dänemark namens Passagefestival und kehren nach einer Zwischenstation beim Festival poetry and wine im slowenischen Ptuj nach Graz zurück. Wir pflegen enge Kontakte zu den Festivalorganisatoren und Künstler*innen vor Ort und zudem präsentiert das Passagefestival “La Nuova Vita” - das neue Stück des Regisseurs Romeo Castellucci.

Es gibt zudem die Möglichkeit, sich international zu vernetzen und sich zur Rolle der Kunst und Kultur in der Stadtentwicklung auszutauschen. Das kann vor allem für Gemeinderät*innen/Entscheidungsträger*innen in Gemeinden interessant sein. Die historisch gewachsene und zugleich kosmopolitische Stadt Helsingör gilt mit ihren hohen Summen an Investitionen in Kultur international als Vorbild. Die alte Schiffswerft ist heute ein Kulturhaus mit einer Bibliothek, das internationale Vermittlungs- und Architekturpreise gewann. In der Stadt Helsingör finden sich im öffentlichen Raum zahlreiche kontroversielle Kunstwerke, die im Rahmen einer Sonderführung besucht werden. Styrian Summer Art verbindet auf der Kulturreise Historisches, wie das Schloss Kronberg, mit zeitgenössischen Museen, wie das Louisiana, und Diskussionen über Kunst und Kultur im öffentlichen Raum, an urbanen und ländlichen Orten.

 

Weitere Informationen & Programmbestellung:
Styrian Summer Art
Michaela Zingerle, Leitung
Tel. +43 664 540 4289
office@styriansummerart.at
www.styriansummerart.at

 

FOTOS kostenfrei mit Namensnennung wie bei den Bildern angegeben: Hier gehts zum Link

 

Credit: Stephan Weixler Styrian Summer Art

 

Credit: Stephan Weixler Styrian Summer Art

 

Credit: Stephan Weixler Styrian Summer Art

Credit: Stephan Weixler Styrian Summer Art